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Reviews 
 

Inhalt

 

Gitarren wie Dampfwalzen (Mannheimer Morgen, CD-Review)
Mannheims Könige der Steinzeit (Regioactive, Konzert Review)
Klare Linie ohne Schnörkle (Maingold, Bandvorstellung)
Scheppernde, dreckige Gitarren (Powermetal.de, Review)
Ein wenig abgedreht (Metal-Inside.de, Review)
Diese Band gibt Kante (Gitarre & Bass, Review)
Im Untergrund (Meier Stadtmagazin)
Mannheims Neue Söhne (Umschau / Das Blättche)
Legacy #31 - Review

 
 

Gitarren wie Dampfwalzen
Mannheimer Morgen
13.02.2004

 

Die Mannheimer Newcomer-Band Texas Funeral wird bald nicht mehr zu überhören sein. Denn das Quartett serviert ein ultrahartes Brett - mit brachial brausender Dampfwalzen-Gitarre, wild stampfenden Schlagzeug-Hieben und raukehligem Brüll-Gesang. "Primitive Scream" haben die Vier ihr Debütalbum, eine Mini-CD mit 20 Minuten Spielzeit, genannt. [..]

"Wir spielen in der Black-Sabbath-Tradition, aber mit starken Stoner-Rock-Einflüssen", so beschreibt Gitarrist Andreas Aderhold die siedend heiße Stil-Legierung, die er mit seinen Kollegen Markus Balmert (Gesang), George Kelly (Bass) und Stefan Kurz (Schlagzeug) zusammenbraut. Die Selbsteinschätzung bringt's auf den Punkt: Texas Funeral verschmelzen die hämmernden Boogie-Riffs des klassischen Heavymetal mit der rhythmischen Erdenschwere und den Gitarrenklängen von 90er-Jahre-Bands wie Kyuss oder Fu Manchu.

Hinzu kommen noch Anklänge an den punkig-kruden Trash-Sound der Grunge-Pioniere Mudhoney - all das ergibt eine Genre-Mixtur, die vor Rohheit und Aggressivität nur so strotzt. Dazu gibt's die passenden Songtexte; Titel wie "Elemental Evil" oder "Crackbrain Acidhead Superhero" sprechen für sich. Dass sie auch zu improvisieren verstehen, zeigen sie mit dem fünfminütigen Schwermetall-Instrumental "Cornerstone Jam". gespi

© Mannheimer Morgen · zum Artikel

Mannheims Könige der Steinzeit
Regioactive
17.02.2004

 

Am letzten Samstag feierte die Mannheimer Band Texas Funeral die Release ihrer neuen CD "Primitive Scream". Wer Kyuss kennt und die ersten Klänge der Band vernahm, wusste sofort wohin die Reise gehen sollte.

Andreas Aderholds treibende Gitarren Riffs, die wummernden Bass Sounds von George Hannibal Kelly, Stefan Kurz minimalistische Drumpatterns und die rauhe, kratzige Stimme des Shouters Markus Balmert bündeln sich bei Texas Funeral zu einem kraftvollen Paket, welches sich druckvoll entlädt und das Publikum unweigerlich in seinen Bann zieht. Texas Funeral sind würdige Vertreter ihres Genres.

Die Band bringt sich selbst ohnehin nicht unmittelbar mit dem Begriff "Stoner Rock" in Verbindung (wer steckt sich schon gerne selbst in eine Schublade?), aber der kompakte Sound stellt am ehesten Bezüge zu der Posse der Garcias und Olivieris her. Die Band ist allerdings keine platte Kopie dieser Vorreiter, sondern hat ihren eigenen Wiedererkennungswert. Wie sich das anhört, zeigt die aktuelle EP, die 5 Songs (u. a. einen Instrumentaltrack) beinhaltet. Dirk Brünner

© Regioactive · geraffte Fassung, zum kompletten Artikel

Klare Linie ohne Schnörkel
Maingold - Alternative Music
17.02.2004

 

Im weitesten Sinne ist es aber schwerer, etwas dunkler Rock mit einem Hauch Metal und einer Prise Psychedelic, jedoch stets mit klarer Linie und ohne viel Schnörkel. Manche nennen es vielleicht auch einfach Stoner Rock.

Alle Songs haben zumindest eines gemeinsam, sie wiegen Zentnerschwer und kommen dazu passend oft etwas doomig monoton, in einem moderaten Downtempo aus den Boxen.

Der ganze Sound ist ziemlich Roh und Natürlich gehalten und erinnert somit ein Wenig an die Anfänge der Rockmusik. Dass dies jedoch ausdrücklich gewünscht ist zeigt das folgende Zitat aus der Bandinfo von Texas Funeral:"Die typische Erstreaktion 'das klingt nicht richtig' ist beabsichtigt und wohl das größte Kompliment das man der Band machen kann."

Interessant finde ich die Tatsache, dass dies explizit erwähnt wird, denn es stimmt wirklich. Auch ich habe beim ersten Hören nicht gewusst wie ich das ganze Bewerten soll. Ist es nun eine Band die gerade in Ihren Anfängen steht und einfach noch auf der Suche nach dem richtigen Sound ist, oder ist das wirklich beabsichtigt und gut durchdacht, eine bewusste Rückbesinnung auf das Ursprüngliche, Rohe und Natürliche also?

Nach intensivem Beschäftigen mit der Band kann man wohl sagen, dass Texas Funeral durchaus als Gesamtkunstwerk zu verstehen ist. Das beginnt mit Ihrem Sound, geht über das Bandmotto ?Sweet enough fort he chicks ? tough enough fort he guys?, und endet bei ihrem Internet Auftritt.marius

© Maingold.com · geraffte Fassung, zum kompletten Artikel

Scheppernde, dreckige Gitarren
Powermetal.de - Online Magazin
27.04.2004

 

Bereits Bands wie KID ROCK, SOULFLY oder METALLICA drehten ihre Musikvideos an einsamen Wüstenplätzen, um eine bestimmte Atmosphäre zu schaffen. Doch musikalisch konnten diese Bands wohl kaum die passende Stimmung kreieren, um beispielsweise an eine verlassene Gegend in Mexico zu erinnern. Ganz anders dagegen TEXAS FUNERAL. Mit einer Orientierung an gutem altem Rock, wie er bereits in den Siebzigern begeistern konnte, nahmen die vier Bandmitglieder Markus, Andreas, Stefan und George Ende 2003 endlich ihre lang geplante und vorbereitete EP "Primitive Scream" auf.

Und das Ergebnis kann überzeugen. So wird man gleich zu Beginn von scheppernden, dreckigen (im positiven Sinne) Gitarren angegriffen, und was man auch macht – bereits beim Opener 'Elemental Evil' muss man sofort an Bikerklubs und Harleys denken. Doch der Song kann auch durch niveauvolle Rhythmusklänge, nachgeahmten Akzent im Gesang (welcher auch immer) und vor allem durch eine mitreißend kultige Melodie Gefallen hervorrufen. Sofort darauf folgt der namensgebende 'Primitive Scream', welcher immer noch mit Gitarren, die bis zum Anschlag verzerrt klingen, auftrumpft. Hier erinnert man sich sofort an den Film 'Easy Rider' und dessen Titelsong 'Born To Be Wild' von STEPPENWOLF zurück, und dennoch klingt alles etwas härter und selbstständiger. Auch die ungewöhnlich oft angespielten Becken der Drums erzeugen einen Sound, der nicht zwingend zerhackt klingt, sondern einfach für Musik sorgt, die man gut nebenbei hören kann.

Die folgenden beiden Songs können leider gesanglich nicht ganz überzeugen, da die Gesangsmelodie sehr zwingend und gestellt wirkt, haben instrumental dagegen aber so einiges zu bieten, sodass wir bei 'Life's A Bitch' auch ein leckeres Gitarrensolo vorfinden, bei dem natürlich auch nicht auf den Verzerrer verzichtet wurde. Und eben weil TEXAS FUNERAL es verstehen, mit ihren Instrumenten umzugehen, finden wir als runden Abschluss der EP den 'Cornerstone Jam', wobei nochmal besonders die Leadgitarre in den Vordergrund rückt, und so kann man sich nochmals etwa fünf Minuten an dem dreckigen Bikersound ergötzen.

Fazit: "Primitive Scream" erinnert unweigerlich an Bands wie MOTÖRHEAD oder STEPPENWOLF und wer diese Bands oder zumindest den stark verzerrten Hard Rock der Siebziger und Achtziger zu schätzen weiß, der kann bedenkenlos zugreifen. Für Interessierte lohnt es sich ganz sicher auch, auf der offiziellen TEXAS FUNERAL-Homepage vorbeizusehen, denn da gibt es an die 140MB an MP3s zum runterladen, darunter ein komplettes Jam-Album!

Anspieltipps: Primitive Scream, Life's A Bitch
Martin Kloß

© Powermetal.de · zum Review + Interview

Ein wenig abgedreht
Metal-Inside.de - Online Magazin
27.04.2004

 

Auha, das ist aber schwer verdaulich, was uns die Mannheimer TEXAS FUNERAL hier auftischen. „Primitive Scream“ so der Name der neuesten Scheibe enthält fünf völlig abgedrehte, nicht ganz eingängige Psychedelic Rock Stücke, die, wenn man sich an die hölzerne Produktion gewöhnt hat, richtig rocken. Die Band versteht es jetzt schon komplexe Arrangements in ihre Songs einzustreuen und diese gekonnt mit sehr prägnanten Gitarrenlinien zu verbinden. Nebenbei hat man auch textlich einige absolute Stilblüten zu bieten, eine Textpassage wie „I’m A Crackbrain Acidhead Superhero Gonna Fuck You Up Like Robert De Niro“) ist mir bis dato nämlich auch noch nicht untergekommen. Die Jungs scheinen was mit ihrer Mucke gemein zu haben, sie sind wohl auch ein wenig abgederht. (lk)

© Metal-Inside.de · zum Review

Diese Band gibt Kante
Gitarre & Bass
09/2004

 

Diese Band gibt Kante: Düstere 60s Black-Sabbath- Riffs und noch heftigere 90s Breitwand- Stoner-Rock-Gitarren- Attacken hat Texas Funeral einfach drauf. Stoner Rock? Richtig! Ätzend verzerrte Gitarren, schön in den Keller gestimmt und immer kurz vorm Rückkoppeln, schleppende Bass/Drumbeats, Heavy Vocals gepaart mit Desert- Feeling waren vor gut zehn Jahren angesagt. Queens Of The Stone Age, Kyuss, Fu Manchu, ja und sogar ein bisschen Hippie-Atmosphäre (von den cleaneren) Monster Magnet transportiert die 5-Track-CD ,Primitive Scream‘ von Texas Funeral. Zwar ist das Ganze stellenweise ein bisschen monoton, aber das macht für Fans auch gerade den Reiz dieser Musik aus. Ebenfalls lohnenswert ist der Besucht der Website; hier erfährt man dann auch, dass die Band ganz aktuell einen Sänger sucht. Du kannst singen & stehst auf Rock? Dann versuch dein Glück. Oder geh’ einfach mal zu einem Club-Gig in der Nähe, es lohnt sich.

© Gitarre & Bass · zum Review

Im Untergrund
Meier Stadtmagazin
01/2005 (S.60)

 

Musik die mit ihrem "Vintage Charme an die Anfänge der Rockmusik erinnert" lautet die eigene Beschreibung der vier Mannheimer die seit 2003 zusammen die Gitarren krachen lassen. Im Frühjahr haben sie mit "Primitive Scream" ihr extra roh gehaltenes Debütalbum rausgebracht, auf dem Sänger Markus Balmert sich erfolgreich bemüht, dem Titel auch gerecht zu werden. Hauptsache eines stimmt "sweet enough for the chicks - tough enough for the guys", so das Bandmotto.


Mannheims Neue Söhne
Das Blättche (Lauschangriff)
02/2005

 

Die Wüste lebt durch Mannheims neue Söhne
Texas Funeral brachten schon letztes Jahr ihre EP "Primitive Scream" heraus. Lange hat es gedauert bis die weite Strecke von Mannheim an den Main überbrückt werden konnte. Gelohnt hat sich das Warten allemal.

Die Pop-Akademie war anno 2004 in aller Munde. Mannheim erschuf mit der Träller-Schule die akademisch, geweihte Kreativlosigkeit. Jesus Naidoo natürlich an vorderster Front. Bei soviel kalkulierter Ideenlosigkeit muss aber auch ein goldenes Ei dabei sein. Zumindest ein silbernes.

Silbern deshalb, weil die fünf Stücke umfassende CD lediglich als Appetizer betrachtet werden sollte. Die Musik des von vielen Eltern geborenen Bastards erinnert an die Erzeuger. QOTSA, Fu Manchu, Black Sabbath und (the allmighty) Kyuss stecken hinter der Ambition der vier Württemberger Instrumente in die Hand zu nehmen und dreckigen, unschnörkeligen Wüstenrock zu spielen. Das ist nicht neu und auch nicht unbedingt kreativ. Wer die Art von Musik mag, wird sich freuen können, daß auch in unserer wüstenlosen, nicht sonnenverwöhnten Gegend fuzzy Gitarren sich das Recht zum Gehör erspielen.

Der Bass dröhnt, die Gitarren wahwahen, der Sound ist direkt und einige Oktaven tiefer als üblich. Perfekte Unterhaltung um mit entsprechendem Vehikel, sei es eine Harley oder, wenn es sein muss, einem Mustang, über die Landstraße zu flanieren. Wenn die Lust daran vergangen ist, wird der nächste kleine, stickige Club angesteuert und der Abend mit verschiedenen Stimulanzien gebührend beendet.

Die Herren Balmert, Aderhold, Kurz und Kelly legen mit "Primitive Scream" gutgemachte Handarbeit ab - zugegeben mit Ecken und Kanten. Wenn hie und da noch nachgeschliffen wird, dann lebt die Wüste auch in den Rheinauen zu Mannheim.

© Umschau - Das Blättche, Stadtteilmagazin FFM

PS Review
Legacy Magazine
Edition #31

 

"Nicht schlecht und schön basslastig. So könnte man das Songmaterial auf dieser 5-Song-EP (19:44 Minuten) beschreiben. Sicherlich hat sich die Band mit ihrer Musik keine neue und eigene Nische geschaffen, aber wer auf Bands wie Kyuss, C.O.C. oder natürlich alte Black Sabbath steht und sich auch für das Schaffen von The Cult oder Danzig interessiert, sollte sich für ein Antesten nicht zu schade sein. Ein gelungener Einstand. (OL)"
9 Punkte

© Legacy.de - Direkt zum Review


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